Unser 400. Mitglied
Interview mit Petra Dornis
Wann hast Du zum ersten Mal vom Kinderschutzbund gehört?
Das ist schon eine ganze Weile her, ca. vor 1 ½ Jahren.
Von wem hast Du vom Kinderschutzbund gehört? Aus der Presse oder durch Bekannte?
Ich war damals aktiv bei den Wirtschaftsjunioren und in ein Schülerprojekt eingebunden. Dieses Projekt hat mein Interesse an Kindern und sozialem Engagement wieder erweckt. Früher hatte ich bereits als Betreuerin an den Kinderferienfreizeiten des Regionalverbandes teilgenommen und war als Integrationshilfe für ein gehbehindertes Kind während des Schullandheimaufenthaltes eingesetzt. Ich habe dann einen Zeitungsartikel in der SZ gelesen, der mich auf den Kinderschutzbund aufmerksam gemacht hat und mir im Internet ein Mitgliederformular ausgedruckt.
Warum hast Du Dich entschieden, Mitglied zu werden?
Meine Entscheidung, wirklich Mitglied zu werden und mich auch aktiv zu engagieren, habe ich allerdings erst nach einem persönlichen Kontakt mit Frau Eilts getroffen. Frau Eilts ist eine Arbeitskollegin. Sie hat von Projekten und dem Kinderschutzbund berichtet. Ich hatte mich dann zunächst für das Förderprojekt an Vor- und Grundschulen interessiert, das sich jedoch mit meiner Berufstätigkeit nicht so gut vereinbaren lässt. Ich denke, wichtig war, dass ich Einblick in einzelne konkrete Projekte hatte und die Arbeit des Kinderschutzbundes damit anschaulicher wurde. Damit konnte ich mir vorstellen, wie ich selbst etwas beitragen kann.
Warum bist Du kein passives Mitglied, sondern ein aktives Mitglied geworden?
Ich hatte nie darüber nachgedacht, nur zahlendes Mitglied zu werden. Es ging mir um aktives Engagement. Ich wollte zusätzlich zu meiner juristischen Arbeit etwas für Kinder tun. Meine Eltern sind Sozialarbeiter und ich bin mit einer Vielzahl "fremder" Kinder aufgewachsen - Kinderfeste, Kinderfreizeiten oder auch privates Engagement für einzelne Kinder gehörten dazu. Daher wusste ich auch, dass ich gut mit Kindern umgehen kann und Kinder meistens gut mit mir auskommen.
Warum hast Du Dich für die Bastelgruppe entschieden?
Die Bastelgruppe bietet mir die Möglichkeit, im Team unterschiedlichen Kindern einen Raum zu schaffen, kreativ zu sein oder einfach nur mal zu spielen. Ich lerne viele kleine Individuen kennen und bin in ein Team eingebunden. Letzteres bedeutet für mich, die ich keine pädagogische Ausbildung habe, dass ich mir vieles abgucken kann und Unsicherheiten oder auch Probleme im Team oder mit einzelnen Teammitgliedern besprechen kann. Gerade, weil ich beruflich nicht in ein Team eingebunden bin, macht mir gerade das besonderen Spaß und gibt eine gewisse Sicherheit. Außerdem lässt sich dieses Projekt gut mit meiner Berufstätigkeit vereinbaren, da die Bastelgruppe samstags angeboten wird.
Bist Du gut im Kinderschutzbund aufgenommen worden?
Ja, sehr! Vor allem auch das Bastelteam hat mich freundlich aufgenommen und mir den Einstieg sehr angenehm gestaltet. Das Team ist aufgeschlossen und hat mich mit offenen Armen empfangen.
Fühlst Du Dich im Bastelteam wohl?
Ja, sogar so sehr, dass ich mich nun auch bereit erklärt habe, zusammen mit einer Kollegin (Ana Frerreira-Eilts) die Organisation der Bastelgruppe zu übernehmen. Es macht einfach Spaß - mit dem Team und vor allem mit den Kindern!
Die Fragen stellte Gertrud Ecker.



