Gewaltprävention

Konflikte fair lösen!

Das Konzept zur Gewaltprävention an Grundschulen setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen und wird von Sae-Hee Jorzyk und Nicole Burkert umgesetzt. Gemeinsam mit der Schule bzw. der pädagogischen Einrichtung überlegen wir welche Maßnahmen zu dem jeweiligen Problem und der jeweiligen Situation passen, d.h. mit allen Beteiligten (Lehrer, Kinder, Eltern) wird gemeinsam eine Lösung erarbeitet (Orientierung an der Bedarfslage der pädagogischen Einrichtung/Schule und der unterschiedlichen Zielgruppen).

Bereits in der Grundschule ist es wichtig, den Kindern eine positive Streitkultur und Kompetenzen in Kommunikation und Konfliktlösung zu vermitteln. Konfliktsituationen entstehen in vielen Fällen als Resultat mangelnder sozialer und kommunikativer Kompetenz, aus Angst und Unsicherheit.

Sehr oft ist aggressives Verhalten die einzig gelernte Art und Weise, eigene Rechte und Bedürfnisse durchzusetzen. Ziele des präventiven Projektes sind daher der Aufbau und die Stärkung von Selbstwertgefühl, der Aufbau und die Stärkung des Gruppengefühls und das Einüben von Kommunikations- und Konfliktlösungsfähigkeit. Den Kindern wird dies auf spielerische Weise vermittelt.

Informationen zu den Bausteinen erhalten Sie über die Geschäftsstelle:

  • Schulberatung
  • Elternabend
  • Elterntraining
  • Pädagogischer Tag
  • Training zur Stärkung der sozialen und kommunikativen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen
  • Projekttage/Projektwoche

Beispiel aus der Grundschule Klarenthal als PDF-Datei zum download.

Unser Projekt „Konflikte fair lösen“ zur Förderung der sozialen und kommunikativen Kompetenzen der Kinder wurde 2009 mit finanzieller Unterstützung des Bundesförderprogramms „Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ von Sae-Hee Jorzyk in drei Grundschulen durchgeführt.
Im Mittelpunkt des Trainings „Konflikte fair lösen“ steht die Vermittlung sozialer und kommunikativer Kompetenzen als grundlegende demokratische Verhaltensweisen. Ziele sind einerseits Aufbau und Stärkung des Selbstwertgefühls des Einzelnen sowie andererseits des Gruppengefühls. Eingeübt werden Kommunikations- und Konfliktfähigkeit, um so ein friedliches und gewaltfreies Miteinander aller zu ermöglichen. Es wird die Fähigkeit des Einzelnen trainiert, die eigene Befindlichkeit und die daraus entstehenden Bedürfnisse zu erkennen und zum Ausdruck zu bringen. Der gleichberechtigte Austausch von Meinungen und die Erfahrung in der eigenen Befindlichkeit angenommen zu werden, schaffen ein Gefühl der Zugehörigkeit zur Gruppe und sind damit ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des Selbstwertgefühls und schließlich der Persönlichkeit des einzelnen Kindes.

Das Projekt „Konflikte fair lösen“ richtet sich an Kinder im Grundschulalter und kann damit einer früh ansetzenden Prävention zugeordnet werden. Die Kinder werden in acht Terminen für demokratische Prinzipien und Toleranz sensibilisiert, ehe Ansichten und Meinungen über andere gebildet und verfestigt sind und Vorurteile, die die Unterschiedlichkeit betonen, entstanden sind.
Kinder mit und ohne Migrationshintergrund sollen in ihrem alltäglichen Kontext ‚Schule‘ konkret erfahren, wie sehr die Qualität des täglichen Miteinanders von Werten wie Vielfalt und Toleranz abhängt.

Um allen Kindern die Teilnahme zur ermöglichen, findet die Durchführung des Projektes im Klassenverband statt. Das Lehrpersonal ist dabei anwesend und übernimmt eine Beobachterrolle. Der Durchführung des Projektes geht ein ausführliches Gespräch mit der Lehrperson der Kinder voraus, um den individuellen Bedarf dieser Klasse zu erfassen und in der Umsetzung dort den inhaltlichen Schwerpunkt legen zu können.

Die Eltern der Kinder werden im Rahmen eines Elternabends informiert und für das Thema sensibilisiert, um ihre Kinder nachhaltig unterstützen zu können.

Susanne Wilhelm, Sae-Hee Jorzyk und Nicole Burkert bei der Projektmesse zu "Vielfalt tut gut" im Saarbrücker VHS-Zentrum am 30.11.2009